Ellen G. White Writings

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Erfahrungen und Gesichte sowie Geistliche Gaben, Page 122

Einleitung

Die Gabe der Weissagung offenbarte sich während des jüdischen Zeitalters in der Gemeinde. Wenn sie infolge des zerrütteten Zustandes der Gemeinde auch einige Jahrhunderte verschwunden war, so erschien sie doch gegen das Ende jenes Zeitalters wieder als Vorbote des Messias. Zacharias, der Vater Johannes des Täufers, “war des Heiligen Geistes voll und weissagte.” Simeon, ein frommer und gottesfürchtiger Mensch, der auf den Trost Israels wartete, kam auf Anregung des Geistes in den Tempel und weissagte von Jesu als “ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preise deines Volkes Israel.” Hanna, eine Prophetin, “redete von ihm zu allen, die da auf die Erlösung zu Jerusalem warteten.” Und es war kein größerer Prophet als Johannes der Täufer, welcher von Gott erwählt worden war, Israel “das Lamm Gottes, welches der Welt Sünde trägt,” bekanntzumachen.

Das christliche Zeitalter begann mit der Ausgießung des Geistes, und viele verschiedene geistliche Gaben wurden unter den Gläubigen offenbart. Diese waren so reichlich, daß Paulus zu der korinthischen Gemeinde sagen konnte: “In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen.” Einem jeglichen in der Gemeinde, nicht in der Welt, wie manche es angesehen haben.

Seit dem großen Abfall sind diese Gaben nur spärlich offenbart worden, und dies ist wahrscheinlich der Grund, warum bekenntliche Christen gewöhnlich glauben, daß sie auf das Zeitalter der ersten Gemeinde beschränkt seien. Aber ist es nicht eine Folge der Irrtümer und des Unglaubens der Gemeinde, daß diese Gaben aufgehört haben? Und wird nicht, wenn das Volk Gottes zu dem ursprünglichen Glauben und denselben Gewohnheiten zurückkehrt, wohin es sicherlich durch Verkündigung der Gebote Gottes und des Glaubens Jesu kommen wird, “der

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