Ellen G. White Writings

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Erfahrungen und Gesichte sowie Geistliche Gaben, Page 131

haben auf die Zeit, da die Übrigen von Gottes Volk gesammelt werden, wenn er sagte: “Bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben.” Deshalb haben die Gaben, die in die Gemeinde gesetzt sind, ihre Zeit noch nicht ausgedient. “Den Geist dämpfet nicht, die Weissagung verachtet nicht; prüfet aber alles, und das Gute behaltet.” 1.Thessalonicher 5,19-21.

In diesem Brief führt der Apostel den Gegenstand des zweiten Kommens des Herrn ein. Er beschreibt dann den Zustand der ungläubigen Welt zu der Zeit, indem er sagt: Sie werden sagen: “Es ist Friede; es hat keine Gefahr,” wann der Tag des Herrn über sie kommen wird und das Verderben sie plötzlich wie ein Dieb in der Nacht überfällt. Dann ermahnt er die Gemeinde angesichts dieser Dinge, zu wachen und nüchtern zu sein. Unter den folgenden Ermahnungen sind die angeführten Worte: “Den Geist dämpfet nicht” usw. Manche mögen denken, daß diese drei Briefe einen gänzlich verschiedenen Sinn haben; es besteht aber eine natürliche Verbindung in ihrer Reihenfolge. Jemand, der den Geist dämpft, wird auch die Weissagungen verachten, welche eine rechtmäßige Frucht des Geistes sind. “Ich will meinen Geist ausgießen ... und eure Söhne und Töchter sollen weissagen.” Joel 3,1. Der Ausdruck: “Prüfet aber alles”, ist auf den Gegenstand der Abhandlung, die Weissagung, beschränkt, und wir sollen die Geister mit dem Prüfstein prüfen, den Gott uns in seinem Worte gegeben hat. Unsere Zeit ist reich an geistlichen Täuschungen und falschen Weissagungen, und zweifellos findet dieser Text hier eine besondere Anwendung. Aber beachte, der Apostel sagt nicht: Verwerfet alles, sondern: Prüfet alles und das Gute behaltet. “Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Ältesten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen; auch will ich zur selben Zeit über Knechte und Mägde meinen Geist ausgießen.

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