Ellen G. White Writings

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Erfahrungen und Gesichte sowie Geistliche Gaben, Page 141

und zum Preise. Sie rührten ihre Harfen und besangen im höheren Ton als vorher die große Gnade und Herablassung Gottes, die den einzig geliebten Sohn für ein empörerisches Geschlecht in den Tod gab. Dann brachten sie Preis und Anbetung für die Selbstverleugnung und das Opfer des Heilandes dar, der bereit war, des Vaters Schoß zu verlassen, ein Leben der Leiden und Angst und einen schmählichen Tod zu erwählen, auf daß er anderen Leben geben möchte.

Der Engel sagte: “Glaubst du, daß der Vater seinen geliebten Sohn ohne Kampf dahingab? — Nein, nein! Es war selbst für den Gott im Himmel ein Kampf, ob er den schuldigen Menschen verloren gehen oder seinen geliebten Sohn für ihn in den Tod geben sollte.” Die Engel nahmen solch regen Anteil an der Errettung des Menschen, daß unter ihnen solche hätten gefunden werden können, die ihre Herrlichkeit und ihr Leben für den verlorenen Menschen hingegeben hätten. “Aber,” sagte mein begleitender Engel “daß würde nicht genügen! Die Übertretung war so groß, daß das Leben eines Engels die Schuld nicht bezahlen konnte. Nur der Tod und die Fürsprache des Sohnes Gottes konnten die Schuld bezahlen und den verlorenen Menschen von hoffnungslosem Kummer und Elend erlösen.”

Aber das Werk, das den Engel zugewiesen wurde, bestand darin, mit stärkendem Balsam aus der Herrlichkeit auf- und abzusteigen, um den Sohn Gottes in seinem Leiden zu trösten und ihm Handreichung zu tun. Ferner war es ihre Aufgabe, die Untertanen der Gnade vor den bösen Engeln zu bewachen und sie vor der Finsternis, die Satan beständig um sie verbreitete, zu bewahren. Ich sah, daß es für Gott unmöglich war, sein Gesetz zu ändern, um den verlorenen, dem Verderben anheimgefallenen Menschen zu retten; deshalb duldete er, daß sein geliebter Sohn für die Übertretungen der Menschen starb.

Dann frohlockte Satan mit seinen Engeln, daß er durch

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