Ellen G. White Writings

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Erfahrungen und Gesichte sowie Geistliche Gaben, Page 145

Tage lang wurde er von Satan versucht, und in diesen Tagen aß er nichts. Alles um ihn herum war unschön, so daß die menschliche Natur davor zurückschrecken mußte. Er weilte mit den wilden Tieren und dem Teufel an einem düsteren einsamen Ort. Der Sohn Gottes sah durch Fasten und Leiden bleich und abgezehrt aus. Aber sein Weg war ihm vorgezeichnet, und er mußte das Werk vollbringen, für welches er gekommen war.

Satan nahm den Vorteil war, der ihm aus den Leiden des Sohnes Gottes erwuchs, und nahte sich ihm mit mancherlei Versuchungen. Er hoffte, den Sieg über ihn zu gewinnen, weil er sich als ein Mensch erniedrigt hatte. Er nahte Jesu mit der Versuchung: “Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem Stein, daß er Brot werde.” Er versuchte Jesum, sich herabzulassen und ihm einen Beweis zu geben, daß er der Messias sei, indem er seine göttliche Macht offenbare.

Jesus antwortete ruhig: “Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.”

Satan versuchte auch, mit Jesu darüber zu streiten, ob er der Sohn Gottes sei. Er verwies auf seinen schwachen, leidenden Zustand und behauptete prahlerisch, daß er stärker sei als Jesus. Aber das vom Himmel gesprochene Wort: “Du bist mein lieber Sohn, an dem ich wohlgefallen habe”, war genügend, Jesu durch alle Leiden hindurch zu helfen. Ich sah, daß Jesus nichts zu tun brauchte, um den Satan von seiner Macht oder davon, daß er der Heiland der Welt sei, zu überzeugen. Satan hatte genügende Beweise von seiner erhabenen Stellung und Macht. Seine Abneigung, die Herrschaft Christi anzuerkennen, hatte ihn aus dem Himmel ausgeschlossen.

Satan führte Jesum, um seine Macht zu zeigen, nach Jerusalem, stellte ihn dort auf eine Zinne des Tempels und nahte ihm mit der Versuchung, ihm den Beweis zu geben, daß er der Sohn Gottes sei, indem er sich

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