Ellen G. White Writings

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Für die Gemeinde geschrieben — Band 2, Page 235

Kapitel 25: Standhaftigkeit im Leid

Die Frage nach dem Leid1Erschienen in Notebook Leaflets, Christian Experience, Nr.9

Gegen Ende des Jahres 1891 reiste Ellen G.White im Auftrag der Generalkonferenz nach Australien, um dort die neu aufgenommene Arbeit zu unterstützen. Ihr Aufenthalt dauerte neun Jahre. Bald nach ihrer Ankunft wurde sie von einer schmerzhaften und langwierigen Krankheit heimgesucht. Die folgenden Abschnitte zeigen, mit welcher inneren Kraft sie dieser Anfechtung begegnete. Beachtenswert ist vor allem, was sie persönlich aus dieser Erfahrung gelernt hat.

Die Herausgeber

Jedesmal wenn ich Post machte, hatte ich 100 bis 200 Seiten zu schreiben. Das meiste davon konnte ich nur schreiben, nachdem man mich, durch Kissen abgestützt, in eine halb sitzende, halb liegende Lage brachte. Mitunter saß ich auch auf einem ausgepolsterten, unbequemen Stuhl.

Meine Hüfte und die Lendenwirbel schmerzen so sehr, daß ich kaum aufrecht sitzen kann. Wenn ich hier (Australien) einen solchen Stuhl finden könnte, wie Ihr sie im Sanatorium habt, würde ich ihn sofort kaufen, selbst wenn ich dafür 30 Dollar bezahlen müßte ... Es kostet mich große Anstrengung, aufrecht zu sitzen oder den Kopf geradezuhalten. Das geht nur, wenn mir die Kissen und die Rücklehne des Sessels den nötigen Halt geben. Das also ist meine augenblickliche Verfassung.

Dennoch bin ich nicht entmutigt. Ich fühle mich täglich von Gottes Hand getragen. In den schmerzerfüllten, langen Nächten, wenn mich der Schlaf flieht, suche ich Trost im Gebet. Wenn ich wegen der entsetzlichen Nervenschmerzen nicht mehr ein noch aus wußte, erfüllte plötzlich der Friede Christi mein Herz, so daß ich nur noch danken konnte. Ich weiß, daß Jesus mich liebt — und ich liebe ihn. Manchmal schlief ich drei

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