Ellen G. White Writings

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Für die Gemeinde geschrieben — Band 2, Page 26

Kapitel 2: Fanatismus — ein altes Problem

Wenn die Grenzsteine versetzt werden

Zwei Dinge sind für die Gemeinde Jesu wichtig: Sie muß die Grundlagen ihres Glaubens kennen und darf ihre eigene Geschichte nicht vergessen. Es ist tragisch, daß so viele ihr Vertrauen kritiklos auf Menschen setzen, die mit neuen Theorien die Erfahrungen der Vergangenheit in Frage stellen und dabei sind, die Grundlagen unseres Glaubens zu zerstören. Wer sich von solchen Geistern so leicht beeinflussen läßt, muß sich fragen lassen, wem er nachfolgt und ob er gar nicht erkennt, wie weit er vom klaren Glaubenskurs abgewichen ist. Solchen Menschen rate ich, sich für die Wahrheit die Augen öffnen zu lassen: “... der feste Grund Gottes besteht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt die Seinen”. 2.Timotheus 2,19. Wir sollten die Glaubenserfahrungen der Vergangenheit niemals aus den Augen verlieren.

Menschen, die von sich behaupten, im Besitz der Wahrheit zu sein, vertreten plötzlich die merkwürdigsten Lehren. Beispielsweise behaupten manche, daß in Gottes neuer Welt weiterhin Kinder geboren werden. Ist das die Botschaft, die uns Gott für diese Zeit gegeben hat? Ich weiß nicht, woher sie diese “Weisheit” haben; denn der Herr hat darüber nie etwas offenbart. Über Dinge, die sich nicht biblisch belegen lassen und die mit unserer Erlösung nichts zu tun haben, sollte man besser nicht reden. Solche Gedanken sind nicht einmal der Erwähnung wert, ganz zu schweigen davon, daß man sie als eine wichtige Botschaft verkündigt.

Es ist an der Zeit, solche Auswüchse beim Namen zu nennen und ihnen wie in der Frühzeit der Adventbewegung in der Kraft des Geistes Gottes entgegenzutreten. Einige solcher Anschauungen sind zum Einfallstor für fanatische Strömungen geworden. Lehren, die sich schon in den Jahren um 1844 als

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