Ellen G. White Writings

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Für die Gemeinde geschrieben — Band 2, Page 318

ähnlich bemühte ich mich, in Zusammenarbeit mit Gott für die Genesung meines Mannes das zu tun, was mir möglich war. Und der Herr hat uns reichlich gesegnet!

Wenn ich irgendwo hinfahren oder an einem Ort predigen mußte, nahm ich meinen Mann mit. Ich hatte regelmäßig auf verschiedenen Versammlungen zu sprechen, aber es gelang mir nicht, meinen Mann aufs Podium zu bekommen. Nach vielen Monaten sagte ich eines Tages zu ihm: “So, lieber Mann, heute wirst Du ans Sprechpult gehen.” Er wollte nicht, aber ich ließ nicht locker und nahm ihn mit aufs Podium. Er sprach auch wirklich zu den Leuten. Unter den Zuhörern saßen viele Ungläubige, aber das hielt mich nicht davon ab, vor Freude zu weinen. Mein Herz war übervoll von Freude und Dankbarkeit, weil ich wußte: Der Sieg ist errungen!

Die Bemühungen wurden belohnt

Acht Monate lang hatte ich mich im Zusammenwirken mit Gott um die Genesung meines Mannes bemüht. Nun konnten wir endlich wieder nach Hause zurückkehren. Als wir heimkamen, sagte ich zu seinen Eltern: “Vater, Mutter, hier bringe ich euren Sohn zurück.”

“Ellen”, sagte die Mutter, “wenn außer Gott jemandem Dank gebührt, dann dir. Deiner Tatkraft ist es zu verdanken, daß James wieder gesund geworden ist.”

Mein Mann lebte danach noch eine Reihe von Jahren, diese Jahre wurden die fruchtbarsten in seinem Leben. Sollte das nicht Lohn genug gewesen sein für die acht Monate aufreibender Fürsorge?

Ich erzähle euch diese persönlichen Erlebnisse, damit ihr begreift, daß ich durch eigene Erfahrung gelernt habe, wie man Kranken auf ganz einfache und natürliche Weise helfen kann. Gott kann für jeden und durch jeden Wunderbares tun, wenn er sieht, daß wir vertrauensvoll mit ihm zusammenarbeiten wollen. Ich möchte alle meine Brüder ermutigen, diese Einsicht in die Tat umzusetzen. Das würde ihnen ungeahnten Erfolg bescheren. Viele könnten heute noch leben, wenn sie das ihnen Mögliche getan und mit Gott zusammengearbeitet hätten. Laßt uns auch in dieser Hinsicht aufgeschlossen und lernbereit sein. Manuskript 50, 1902.

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