Ellen G. White Writings

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Für die Gemeinde geschrieben — Band 2, Page 322

sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott, denn unsre Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsre Schuld ist groß bis an den Himmel.” Esra 9,5.6.

“Kommt, laßt uns anbeten und knien und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht hat.” Psalm 95,6.

In Epheser 3,14 heißt es: “Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater.” Wer dieses Kapitel aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser im Zusammenhang liest, wird daraus wichtige Erkenntnisse gewinnen können.

Das “Sich-Beugen” im Gebet vor Gott ist die angemessene Haltung. Diese Art der Anbetung verlangte man damals von den drei jungen Gefangenen in Babylon ... Doch die Hebräer weigerten sich, irgendeinem Götzenbild kniefällige Verehrung zu zollen, weil solche Huldigung allein dem einen Gott zukam. Das Niederfallen vor dem Standbild wäre einer Anbetung des babylonischen Königs gleichgekommen. Die Juden weigerten sich, so etwas zu tun, obwohl sie wußten, daß sie dafür in den Feuerofen geworfen würden. Doch Christus ließ sie nicht allein, sondern stellte sich an ihre Seite und bewahrte sie mitten im Feuer.

In öffentlicher oder persönlicher Anbetung ist es unsere Pflicht, daß wir unsere Abhängigkeit von Gott auch dadurch zum Ausdruck bringen, daß wir unsere Knie vor ihm beugen ...

Zunehmende Lässigkeit

Angesichts der oben zitierten Bibelstellen frage ich mich: “Wo erhielt Bruder H. seine Ausbildung?” — In Battle Creek. Der Herr hat seiner Gemeinde auch in Sachen Anbetung Gottes viel Erkenntnis geschenkt. Wie ist es da möglich, daß Prediger, Vorsteher oder Lehrer an unseren Schulen jungen Leuten beibringen, bei der Anbetung stehen zu bleiben — so wie es die Pharisäer taten? Zeigen sich darin nicht deutlich Wesenszüge wie Selbstüberschätzung und Eigendünkel?

“Er sagte aber zu einigen, die sich anmaßten, fromm zu sein, und verachteten die anderen, dies Gleichnis: Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die

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