Ellen G. White Writings

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Für die Gemeinde geschrieben — Band 2, Page 55

Kapitel 6: Unsere Sicherheit vor Täuschungen

Guter Wille genügt nicht

Irregeführter Glaube kann keinen heiligenden Einfluß auf das Wesen und Leben des Menschen ausüben. Falsche Lehren werden nicht deshalb wahr, weil man an sie glaubt oder weil sie ständig wiederholt werden. Selbst wenn jemand im guten Glauben einer Irrlehre anhängt, wird das für ihn nachteilige Folgen haben. Natürlich ist Aufrichtigkeit wichtig, aber sie allein kann den Menschen nicht retten. Ich mag in gutem Glauben und mit voller Überzeugung auf einer falschen Straße unterwegs sein, aber dadurch wird der Weg nicht richtig — und ans Ziel komme ich schon gar nicht. Gott will nicht, daß wir in Glaubensfragen leichtgläubig sind. Es ist nicht die Religion an sich, die den Menschen heiligt, sondern die Wahrheit. Deshalb ist es nötig, daß wir gründlich prüfen, was wahr ist und was nicht. Hier reichen guter Wille und Aufrichtigkeit allein einfach nicht aus. Ehe wir religiöse Lehren annehmen, die unser Denken und Handeln bestimmen sollen, müssen wir vom Wort Gottes her die Gewißheit haben, daß sie den Glauben wert sind. Brief 12, 1890.

Das Wesen muß verändert werden

Es nützt nicht viel, wenn Menschen zwar theoretisch der Wahrheit zustimmen, ihr aber im täglichen Leben keine praktische Einflußmöglichkeit geben. Wer die Wahrheit nur im Kopf hat, wird in seinem Wesen nicht verändert. Gottes Geist will auf unser Herz wirken, damit unser Leben von innen her erneuert wird. Wer sich dagegen sperrt, macht es Gott unmöglich, ihm Aufgaben in seinem Werk zu übertragen. Wie kann jemand Wächter auf den “Mauern Zions” sein, wenn er die Aufgaben nicht erkennen kann und nicht imstande ist, bei Gefahr ein klares Signal zu geben?

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