Ellen G. White Writings

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Ruf an die Jugend, Page 157

denen wir ständig ausgesetzt sind, machen das Gebet unerläßlich. Damit wir vermittels des Glaubens durch die Macht des Vaters im Himmel bewahrt werden, sollte sich unser Herz unaufhörlich in stillem Gebet zu Gott erheben. Wenn uns Einflüsse bedrängen, die uns von dem Herrn trennen wollen, müssen wir anhalten am Gebet und um Kraft und Hilfe flehen. Tun wir es nicht, dann vermögen wir unsern Hochmut nicht zu brechen und der Macht der Versuchung, die uns vom Heiland fernhält, nicht zu widerstehen. Das Licht der Wahrheit, das unser Leben heiligt, wird uns die Erreger sündhafter Neigungen und Leidenschaften, die im Herzen um die Herrschaft streiten, erkennen lassen und zeigen, wie notwendig es ist, mit allen unsern Kräften dem Bösen zu widerstehen, um durch das Verdienst Jesu zum Überwinder zu werden.

Kapitel 78: Die Macht des Gebets

Auf dem Berge zeigte der Herr Mose ein Abbild jenes prächtigen Gebäudes, das die Stätte seiner Herrlichkeit sein sollte. In der Einsamkeit der Berge Gottes — an dem verborgenen Ort seiner Anbetung — sollen auch wir uns in das erhabene Vorbild für die Menschheit versenken. Dadurch werden wir befähigt, unsern Charakter so auszubilden, daß sich an uns die Verheißung erfüllen kann: “Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.” 2.Korinther 6,16.

Auch während der Arbeit können wir das Herz im Gebet zu Gott erheben. Diese stillen Bitten steigen wie Weihrauch empor zum Thron der Gnade und hindern Satans Wirken. Ein Christ, der sich so auf seinen Gott gründet, kann nicht überwunden werden. Keine teuflischen Künste vermögen seinen Frieden zu stören. Alle Verheißungen der Bibel, alle Macht der göttlichen Gnade und alle Segenskräfte Gottes sind Bürgen für seine Erlösung. So wandelte Henoch mit Gott. Und der Herr war mit ihm und half ihm in jeder Not.

Berührung mit dem Unendlichen

Das Gebet ist das Atmen der Seele. In ihm ruht das Geheimnis der geistlichen Macht. Kein anderes Gnadenmittel kann es ersetzen und die Gesundheit der Seele bewahren. Durch das Gebet kommt das Herz in unmittelbare Berührung mit der Quelle des Lebens; es kräftigt die zarten Triebe religiösen Lebens. Wer das Gebet vernachlässigt, nur unregelmäßig oder ganz gelegentlich betet, wird seinen Halt an Gott verlieren. Das geistliche Vermögen büßt seine Lebendigkeit ein, und das Glaubensleben wird schwach und unfruchtbar.

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